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66 Jahre würth druck 2017-09-19T12:34:55+00:00

66 Jahre: Wie alles begann

Auf die Druckereien schimpft man nur solange, bis man keine mehr hat.
Inspiriert von Sinclair Lewis

Walter Würth und Gerhard Palmer, zu dem Zeitpunkt 33 und 24 Jahre alt, gründen die „Buchdruckerei Palmer + Würth – Papier- und Schreibwaren“ im Jahre 1951 in Rudersberg.
Die beiden sind vom Fach: Walter Würth ist Schriftsetzer und Buchdrucker – ein sogenannter Schweizer Degen, sein Schwager Gerhard Palmer ist ebenfalls Schriftsetzer.

Walter Würth                Gerhard Palmer

Sie haben die Vision, es in der Nachkriegszeit mit einem eigenen Unternehmen in die Unabhängigkeit und Selbstständigkeit zu schaffen und eine Existenzgrundlage für die Familie zu erarbeiten.
Mit wenigen Maschinen und Handwerkzeugen starten beide voller Zuversicht in ihre berufliche Zukunft. Die ersten Aufträge sind einfache Drucksachen wie Briefbögen, Rechnungsformulare, Lieferscheine und Visitenkarten. Aller Anfang ist alles andere als einfach. Sämtliche Bedarfsgüter sind sehr schwierig zu beschaffen und die wirtschaftliche Situation in Deutschland hat sich von den harten Jahren des Krieges noch nicht erholt. Die beiden jungen Unternehmer lassen sich davon nicht abschrecken. Die ortsansässigen Handwerksbetriebe sind bald gute Kunden und bestärken Walter Würth und Gerhard Palmer in ihrem Vorhaben.

Papier, Druckfarben und andere Betriebsmittel kommen mit der Bahn nach Rudersberg und werden mit dem Handleiterwagen vom Bahnhof abgeholt.
Um 1953 wird ein Fahrzeug, ein Adler junior, angeschafft und der erste Lehrling wird eingestellt – Rolf Lachenmaier. Herr Lachenmaier bleibt bis zur Rente ein treuer Mitarbeiter.
Zu dieser Zeit werden Bekanntmachungen noch mündlich im Dorf weitergegeben, per Handglocke wird sich Gehör verschafft und somit sind alle informiert – genannt „Gemeindebüttel“. Palmer und Würth erkennen auch hier ihre Chance und am 6. Februar 1954 erscheint der erste „Büttel“ in gedruckter Form.
Auch die Gemeinde Schlechtbach schließt sich an, amtliche Bekanntmachungen im „Büttel“ zu veröffentlichen. Nach dem Zusammenschluss 1954 der Gemeinden Rudersberg, Schlechtbach, Steinenberg und Asperglen zu einer Gesamtgemeinde erscheint der „Büttel“ als amtliches Bekanntmachungsblatt einmal wöchentlich und wird an über 2300 Abonnenten ausgeliefert.

Aufgrund des unternehmerischen Erfolgs, immer mehr Aufträgen und des Bedarfs an mehr Platz zieht das junge Unternehmen im März 1956 in neue Räumlichkeiten in Rudersberg. Im Hause der Dr.-Hockertz-Straße 8 ist genug Platz und weitere Maschinen werden angeschafft. 1963 verstirbt völlig unerwartet Walter Würth mit 45 Jahren an Herzversagen. Die Familie ist geschockt und traurig – Walter Würth hinterlässt Frau und 3 Söhne. Wolf-Dieter Würth übernimmt mit 21 Jahren Unternehmensanteile seines Vaters. Auch er hat den Beruf des „Schweizer Degens“ gelernt und muss nun Verantwortung für das Unternehmen tragen. Gerhard Palmer betreut den kaufmännischen und vertrieblichen Bereich, während Wolf-Dieter Würth sich dem technischen Bereich der Druckerei widmet. Produziert wird mittlerweile im Bleisatz, im Buchdruck und mit einer Druckweiterverarbeitung. Diese gleichberechtigte Partnerschaft funktioniert sehr gut und führt die Firma, zu dieser Zeit mit rund 8 Mitarbeitern, zu dem, was sie heute noch ist: ein erfolgreiches, sympathisches, mittelständisches Unternehmen. Nachdem man Ende der 60er Jahre wieder an Kapazitätsgrenzen stößt, wird ein neues Druckereigebäude in der Jahnstraße 15 in Rudersberg gebaut und 1972 bezogen. Das Offset-Druckverfahren wird parallel zum Buchdruck aufgenommen. Auch Ilse Würth nimmt eine wichtige Rolle im Familienbetrieb ein. Ab 1967 kümmert sich die Ehefrau von Wolf-Dieter Würth um die Finanzen und hilft aus, wo es gerade notwendig ist. 1975 wird komplett auf Offsetdruck umgestellt und in eine neue Betriebsausstattung investiert. Mit wachsenden Anforderungen der Kunden und dem Bedarf an mehrfarbigen Drucksachen wird in den Folgejahren eine Vierfarben-Offsetdruckmaschine angeschafft. In dieser Zeit wird beständig in die Ausbildung der Mitarbeiter und in aktuelle Produktionsmittel investiert.
1980 folgt ein elektronisch gesteuerter Papierschneideautomat und eine neue Falzmaschine.

 

Eine weitere neue Ära des Offsetdrucks beginnt 1988 mit einer computergesteuerten Druckmaschine. Die ersten Druckaufträge können elektronisch gespeichert und bei Bedarf wiederholt werden. Auch die Auftragsbearbeitung wird auf EDV umgestellt und die ersten Bildschirm-Arbeitsplätze finden Ihren Weg zu Palmer + Würth. 1991 geht Gerhard Palmer in den wohlverdienten Ruhestand. Seine Anteile übernimmt Wolf-Dieter Würth, der somit alleiniger Inhaber von Palmer + Würth ist. Derzeit werden 23 Mitarbeiter, darunter 5 Auszubildende, beschäftigt. Nach guten Zeiten und Zeiten, in denen viel Geld und Arbeit in das Unternehmen gesteckt wurde, blickt Wolf-Dieter Würth mit Stolz auf bereits 40 Jahre Familienbetrieb zurück. Als alleiniger Inhaber muss er sich nun neben der Produktion auch um den Vertrieb kümmern. Die Veränderungen im Lauf der Jahre sind Antrieb und Motivation, immer das Beste zu geben und den Kunden nicht nur zufrieden zu stellen, sondern stets einen Mehrwert zu bieten. 1994 steigt Detlef Würth nach der Ausbildung zum Offsetdrucker und dem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens in die Firma ein. Die Tradition des Familienunternehmens wird damit fortgeführt. Mit Detlef Würth als kaufmännischen Leiter kommen neue Ideen und Ansätze für die Unternehmenszukunft. Die Zusammenarbeit ist von Anfang an von Vertrauen geprägt und so kann Detlef Würth das Unternehmen in eine moderne und weiterhin professionelle Richtung bewegen, bis er 2001 neben Wolf-Dieter Würth die Geschäftsführerrolle übernimmt.

Turbulente Zeiten um die Jahrtausendwende bestimmen maßgeblich die Entwicklung von Palmer + Würth. Ein geplanter Neubau muss zurückgestellt werden. Technologisch ist die Firma trotz allem auf einem sehr hohen Niveau und die Produktionsmittel sind immer auf aktuellstem Stand. Gleichzeitig trägt man dem technologischen Fortschritt und dem veränderten Leistungsspektrum in der Druckindustrie Rechnung und ändert den Firmennamen sowie die Rechtsform in Würth Medien GmbH & Co. KG.
Detlef Würth übernimmt 2008 das Unternehmen und Wolf-Dieter Würth geht in den wohlverdienten Ruhestand. Detlef Würth hat nun die alleinige Verantwortung, das Unternehmen durch eine schwierig gewordene Druckbranche zu führen. Mit nach wie vor erstklassigem Service und sehr hochwertigen und gewissenhaft produzierten Produkten ist Würth Medien weiterhin beliebter Ansprechpartner für Drucksachen in der Region.
Würth Medien wird 2009 zu würth druck. Die positive Entwicklung der Amtsblätter gibt im gleichen Jahr Anlass zur Gründung eines eigenständigen Verlages – der WÜRTH VERLAGS KG. Die Produktion der Amtsblätter übernimmt weiterhin würth druck.
Mit dem Umzug in 2015 in das heutige Unternehmensgebäude in der Schorndorfer Straße geht würth druck in sehr repräsentative Räumlichkeiten mit genug Platz für Produktion, Weiterverarbeitung und Logistik. Kunden und Interessierte sind immer herzlich willkommen, denn die Nähe zum Kunden ist bei würth druck seit Firmengründung oberste Priorität. An dieser Stelle bedanken wir uns für langjährige und vertrauensvolle Kundenbeziehungen. Der Anspruch, alles für unsere Kunden zu geben und Erwartungen zu übertreffen, begleitet uns nunmehr seit 66 Jahren.

66 Jahre würth druck: ein Grund zu feiern!

66 Jahre Fachkompetenz an der Druckmaschine bedeutet: ständige Anpassung der Maschinen an die neueste Technik, Weiterentwicklung des Produktportfolios für unsere Kunden und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Dies werden wir auch weiterhin tun, um die Herausforderungen der nächsten Jahre zu meistern.
Wir feiern 66 Jahre Unternehmensgeschichte und sagen Danke an unsere Mitarbeiter, die täglich ihr Bestes tun, um würth druck weiter nach vorne zu bringen.

 

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